Wilson Gonzalez Ochsenknecht – vom “Wilden Kerl” zur Rockmusik…
9. November, 2008 by Nicola Beckers
Bereits mit 10 Jahren standen Jimi Blue und Wilson Gonzalez Ochsenknecht, die Söhne von Uwe Ochsenknecht, vor der Kamera. Die preisgekrönten Filme „Erleuchtung garantiert“ und “Die wilden Kerle”, in denen auch Vater Uwe zu sehen war, waren das Sprungbrett ihrer Schauspielkarriere. Inzwischen kamen fünf Fortsetzungen in die Kinos. Für diese Rolle wurde Wilson Gonzalez im September 2004 zusammen mit seinem Bruder mit dem Undine Award als Bester Debütant ausgezeichnet.
Von 2006 bis 2007 besuchte er eine Kunstschule in den USA. Dort schrieb er zusammen mit befreundeten Rappern erste Songs. Im Jahr 2008 arbeitet er am Aufbau einer Band namens Heads On The Rocks. Sein erstes Album namens Cookies erschien am 23. Mai 2008 und geht in Richtung alternativer Pop-Rock. Hierbei sollen Bands wie Queens of the Stone Age, Arctic Monkeys und Led Zeppelin einflussgebend für das Album sein, ganz im Gegenteil zur Rap-bezogenen Musik des Bruders Jimi Blue. Seit dem 16.September 2008 dreht er zusammen mit seinem Bruder und Emilia Schüle den neuen Krimi-Film Gangs in Berlin.
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Nicola Beckers im Interview mit Wilson Gonzalez Ochsenknecht
Du stehst noch nicht allzu lange als Sänger auf der Bühne und trotzdem ist das Gefühl, im Rampenlicht zu stehen nicht neu für dich. Was fühlt sich besser an, live vor Publikum aufzutreten und zu singen oder einen Film zu drehen und das fertige Ergebnis einfach im Kino zu sehen?
Wilson: Es ist beides sehr aufregend und macht sehr viel Spaß. Ich kann bei Beidem meine komplette Kreativität ausleben, deswegen will ich mich da auch gar nicht auf eine Sache fokussieren.
Darfst du schon sagen, was in deinem neuen Krimi-Film „Gangs“ passiert?
Wilson: In dem Film spiele ich die Rolle Chris, der gerade aus dem Knast kommt. Er schuldet jemandem Geld. Der Film handelt davon, wie er versucht, das Geld zusammen zu bekommen. Dabei kommt ihm eine Liebesbeziehung in die Quere und er gerät auf die schiefe Bahn…
Macht es dir Spaß, den Bösewicht zu spielen?
Wilson: Auf jeden Fall. Aber in dem Film sind wir eher die harmlosere Gang, da gibt es noch eine „Bösere“.
Dein Bruder steht auch als Sänger auf der Bühne, allerdings macht er Hip-Hop. Siehst du ihn als Konkurrenten oder wird es von euch auch mal ein Duett geben?
Wilson: Der Unterschied zwischen unserer Musik ist so groß, da kommen wir uns nicht in die Quere. Aus dem Grund sehe ich ihn nicht als Konkurrenten. Jimi hat auch mittlerweile altersmäßig ein ganz anderes Publikum. Zusammen arbeiten muss nicht sein, das Medley mir ihm beim Comet hat mir schon gereicht…
Was singst du unter der Dusche?
Wilson: Da singe ich gar nicht. Ich mach mir meine Favorite-Liste mit 300 Songs an, die läuft zufällig ab und ich summe dann schon mal mit.
Dein Vater Uwe Ochsenknecht ist ein sehr bekannter Schauspieler. Ist es von Vorteil, einen populären Vater zu haben oder ist es auch schwierig, den hohen Erwartungen, die man dadurch an dich stellt, gerecht zu werden?
Wilson: Wie überall gibt es da positive und negative Seiten. Natürlich ist es durch meinen Vater einfacher, an Kontakte zu kommen. Aber dem entsprechend erwarten die Leute dann natürlich auch mehr von mir. An Castings muss ich trotzdem teilnehmen. Ich habe ein halbes Jahr hart dafür gearbeitet, Demos zu machen, die ich dann an die Plattenfirma geschickt habe, bevor ich einen Vertrag bekam. Es gab Plattenfirmen, die mit Jimi und mir im „Wilde Kerle-Stil“ was produzieren wollten, aber in so ein Raster wollte ich mich nicht stecken lassen. Mir macht es Spaß, zu arbeiten.
Hörst du zu Hause deine eigenen Songs?
Wilson: Ja, wenn ich einen Gig am Abend habe, muss ich mich darauf schon vorbereiten. Sonst kann ich sie schon langsam nicht mehr hören – aber sie zu performen macht natürlich Spaß, das ist ja auch was ganz anderes.
Was machst du an Weihnachten?
Wilson: Wir wollten mit der Familie eigentlich nach Thailand, aber das fällt wahrscheinlich ins Wasser. Vielleicht gehts nach New York, da war ich noch nie – kaum zu glauben.
Das Leben ist ein Comic. Welche Comicfigur bist du?
Wilson: Goofy, so wie er ist, bin ich auch.
Überlegst du dir morgens, was du anziehst? Hast du einen bestimmten Style oder ein Vorbild?
Wilson: Überhaupt nicht. Ich stehe morgens auf und nehme mir einfach irgendein T-Shirt und eine Hose.
Was war dein peinlichstes Erlebnis auf der Bühne?
Wilson: Ich bin einmal fast von der Bühne geflogen, weil mich das Publikum reingezogen hat und einmal wurde ich fotografiert, als mir die Hose runterrutschte…
Auf was können sich deine Fans als Nächstes freuen?
Wilson: Ich bin wieder fleißig am Schreiben. Genaueres kann ich dazu noch nicht sagen.
Durch den Film verzögert sich die Tour, die ich für den Herbst geplant hatte auf nächstes Jahr. Jetzt haben wir noch ein paar kleine Gigs. Momentan gehts wegen der Schule auch nur am Wochenende.
Was sind deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Wilson: Ich wünsche mir, dass ich einfach das machen kann, worauf ich Lust habe: Musik und Schauspielerei -und davon angenehm leben kann. Der Rest kommt von alleine.
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